«Kathedralen müssen größer sein als Moscheen» 21. Sep 2007 10:12  |  Stoiber
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Wer in Deutschland kulturell die Oberhand hat, ist für Noch-CSU-Chef Stoiber auch eine Frage der Bauordnung. Seine Sorge gilt zudem dem Frauenbild der Konservativen.
Der scheidende CSU-Chef Edmund Stoiber mahnt die Schwesterpartei CDU, sich auf ihr konservatives Profil zu besinnen. Die Christdemokraten sollten sich mit mehr Entschiedenheit mit dem Islam auseinandersetzen, sagte der scheidende bayerische Ministerpräsident der «Bild» und verwies auf die «in Jahrhunderten gewachsene Leitkultur in Deutschland». Bei aller Toleranz, meint der 65-Jährige, «Kathedralen müssen größer sein als Moscheen».
Die christliche Grundorientierung des Abendlandes verteidigen die Christsozialen seit ihrer Gründung, wie sich am Streit um Kruzifixe oder Kopftücher in Schulen immer wider zeigt. Auch die Rolle der Frau in der Familie thematisieren sie immer wieder, weil sie durch die Familienpolitik der Bundesregierung Konservative Werte gefährdet sehen. Wenn die CDU in der Familienpolitik den Eindruck erwecke, als habe eine Frau immer berufstätig zu sein, «dann widerspricht das dem Lebensgefühl von zwei Dritteln der Menschen in Deutschland», sagte Stoiber.
Nach dem Rückzug von der CSU-Spitze und vom Amt des Ministerpräsidenten will Stoiber ab Oktober bei der EU-Kommission ein Expertengremium für Bürokratieabbau leiten. Den ehrenamtlichen Job hatte ihm Kommissionspräsident Barroso angeboten. Stoiber kann jedoch wählen, wie er beteuert. Er habe «respektable Angebote aus Politik, Sport und Wirtschaft». Zu Details wollte er sich aber noch nicht äußern. «Meine Dienstauffassung ist, dass ich bis zum letzten Tag für mein Land arbeite und mich jetzt nicht um andere Jobs kümmere.» (nz)
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