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Polit-Kabarettist inspirierte Pauli

21. Sep 2007 08:36, ergänzt 10:45
Gabriele Pauli
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Eigentlich holt sich Kabarettist Erwin Pelzig Inspirationen bei Politikern. Im Falle von CSU-Frau Gabriele Pauli und der Idee der Sieben-Jahre-Ehe ging es andersherum.

Alles nur geklaut: Die Fürther Landrätin Gabriele Pauli hat am Freitag im ARD-«Morgenmagazin» in Köln eingeräumt, dass sie sich von einem scherzhaften Radiobeitrag des fränkischen Kultkomikers «Erwin Pelzig» auf Bayern3 inspirieren ließ, als sie ihren Vorschlag von der Ehe auf Raten entwickelte. «Das ist seine Idee gewesen», sagte Pauli, die CSU-Vorsitzende werden will und mit ihrem Vorschlag zur Begrenzung der Ehe auf sieben Jahre einen Sturm der Entrüstung ausgelöst hatte.


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«Ich bin begeistert und ergriffen», freute sich Pelzig in der «Abendzeitung». Normalerweise lasse er sich von den Politikern inspirieren. Für Pauli kann sich der Kabarettist begeistern: «Ich bin fasziniert von ihr. Ich finde sie unglaublich provozierend. Ich bin gespannt, was da noch kommt.»

Pelzig hatte vor zwei Jahren in seiner regelmäßigen Hörfunkserie angeregt, dass die Ehe auf fünf Jahre begrenzt wird «und dann wird neu verhandelt». Pauli sagte dazu nun: «Er verpackt sehr fortschrittliche Gedanken in diese bayerische Art hinein.» Das mache die Kunstfigur Pelzig, die vom Kabarettisten Frank-Markus Barwasser verkörpert wird, so gut, dass man «gar nicht anders kann, als ihm Recht zu geben», sagte Pauli.

Der künftige bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU) räumt der umstrittenen Fürther Landrätin indessen selbst für die Vorstandswahl keine Chance mehr ein.

Beckstein sagte der «Rheinischen Post» zu Paulis jüngsten Vorschlägen zur Ehezeit-Begrenzung: «Sie hat nicht den Hauch einer Chance, CSU-Chefin zu werden, und sie hat nach meiner Einschätzung auch keine Chance, wieder in den Vorstand gewählt zu werden.»

Im Übrigen sei es nicht zu vermeiden, dass eines von gut 170.000 Parteimitgliedern irgendwann einmal durchdrehe, sagte Beckstein.

Hintergrund:
Er wisse nicht einmal, ob Pauli ihre Vorschläge zum Thema Ehezeit-Begrenzung ernst nehme, denn «der schriftliche Änderungsantrag, den sie zum CSU-Parteitag Ende nächster Woche in München eingereicht hat, enthält diesen Quatsch nicht». (dpa/nz)
 
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