Vorbereitung für Volkszählung 2011
20.09.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Anders als vor zwei Jahrzehnten sollen nicht mehr alle Bundesbürger befragt werden, sondern «nur» rund 25 Millionen, darunter die etwa 17,5 Millionen Eigentümer von Wohngebäuden. Erfasst werden sollen Geburtsland und -ort, Alter, Geschlecht, Staatsangehörigkeit und Familienstand. Dazu kommen Daten aus Haushalt, Erwerbsleben sowie zur Bildung. Die Gesamtkosten der neuen Volkszählung werden auf etwa 450 Millionen Euro geschätzt.
Gegen die Volkszählung 1987 hatte es heftige Proteste gegeben. Gegner warnten damals vor dem «gläsernen Bürger» und vor dem Weg in den Überwachungsstaat. Die verschiedenen Boykottaufrufe wurden aber nur wenig befolgt. Statistiker fordern schon seit längerem eine neue Datenbasis. Nach ihrer Schätzung leben in Deutschland rund 1,3 Millionen Menschen weniger, als auf Basis der Volkszählung von 1987 fortgeschrieben wurde. Das Statistische Bundesamt geht derzeit von 82,3 Millionen Einwohnern aus. Auch die Zahl der Ausländer liegt nach Schätzungen wahrscheinlich zu hoch. (dpa)

