14. Sep 2007 12:18
Parlamentarier fürchten um die Hoheit des Bundestages. Aus Brüssel vorgebrachte Wünsche für das Militärengagement Deutschlands am Hindukusch sorgen für Verärgerung in den Fraktionen.
Bei seinem Besuch in Berlin ruderte der Nato-Generalsekretär nun ein wenig zurück. «Es gibt keinen Druck auf Deutschland, in den Süden zu gehen», versicherte er nach einem Gespräch mit Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD). Steinmeier und Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) betonten, der Schwerpunkt der Bundeswehr werde im Norden bleiben. De Hoop Scheffer sagte, die Schulung afghanischer Polizei und Armee solle Hauptaufgabe des Verteidigungsbündnisses sein. Dies müssten die Beteiligten aber noch besser koordinieren. Jung sagte nach seinem Treffen, es bestehe Einigkeit, dass die internationalen Truppen afghanische Soldaten in den einzelnen Regionen ausbilden und auch regional begleiten.