12. Sep 2007 13:35
Mit einer bundesweiten Initiative machen die Kirchen gegen die Öffnung von Geschäften an Sonntagen mobil. Der gesetzlich verankerte Schutz des Sonntags dürfe nicht noch weiter ausgehöhlt werden.
Er rief die Bundesländer dazu auf, den im Grundgesetz verankerten Sonntagsschutz nicht weiter auszuhöhlen. Im November wollen die evangelische und katholische Kirche gegen die Sonntagsöffnung des Einzelhandels in Berlin vor das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe ziehen. In Berlin könne der Handel an bis zu zehn Sonntagen im Jahr öffnen, auch an allen Adventssonntagen, erläuterte Huber, der auch Bischof der Berliner Landeskirche ist. Andere Bundesländer seien dagegen gewillt, die bisher möglichen vier verkaufsoffenen Sonntage pro Jahr beizubehalten oder zu reduzieren.Die Kampagne «Gott sei Dank, es ist Sonntag» ist eine gemeinsame Initiative der EKD und der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland. Sie bietet interessierten Gemeinden und Einrichtungen Materialien für die Öffentlichkeitsarbeit an, zum Beispiel Plakate für Schaukästen und Broschüren. Ergänzt wird das Angebot durch eine Internet-Seite mit Texten und Tipps zur Gestaltung des Sonntags - von der Teilnahme am Gottesdienst über den Zoo-Besuch bis hin zum Wellness-Tag.
«Uns geht es darum, Gespräche in Gang zu bringen», sagte Huber. Auch die überwiegende Zahl der Mitarbeiter im Einzelhandel sei gegen eine Erweiterung der Ladenöffnungszeiten. Es gehe nicht um die Abwehr von etwas Falschem, sondern um Werbung für eine gute Gestaltung des Tages im christlichen Verständnis, betonte der Bischof. (dpa)