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Neues Geburtentief in Deutschland

10. Sep 2007 16:05
Baby
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Die Geburtenrate in Deutschland ist auf den niedrigsten Stand seit Mitte der 90er Jahre gesunken. Im Vergleich zu anderen Industrieländern liegt die Bundesrepublik damit deutlich zurück.

Allen Debatten über eine familienfreundlichere Politik zum Trotz werden in Deutschland immer weniger Kinder geboren. Im vergangenen Jahr kamen bundesweit rund 672.700 Mädchen und Jungen zur Welt, teilte das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mit. Dies waren 13.100 weniger als im Jahr zuvor.

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  • Im Durchschnitt bekommt damit jede Frau in Deutschland 1,33 Kinder. 2005 waren es durchschnittlich noch 1,34 Kinder pro Frau, 2004 noch 1,36 Kinder. Im Vergleich zu anderen Industrieländern liegt die Bundesrepublik damit deutlich zurück.

    Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) äußerte sich jedoch zuversichtlich, dass die Geburtenrate nicht noch weiter sinken wird. Bei einem Besuch im Hauptstadtbüro der Nachrichtenagentur dpa sagte sie am Montag: «Wir haben nach diesen Zahlen nun für 2007 die begründete Aussicht, dass es zu einer leichten Trendumkehr kommen kann.» Natürlich hoffe sie, dass die Geburtenzahlen wieder steigen, auch durch Maßnahmen der Bundesregierung wie das Elterngeld.

    Anhand der neuen Geburten-Statistik lässt sich auch feststellen, dass sich die Unterschiede zwischen West und Ost weiter verringern. Im alten Bundesgebiet nahm die Kinderzahl (1,34 pro Frau, Vorjahr: 1,36) weiter ab, in den neuen Bundesländern (1,30) blieb sie konstant. Allerdings liegt das Durchschnittsalter der Mütter bei Geburt im Westen (30,3 Jahre) immer noch deutlich höher als im Osten (28,6 Jahre).

    Nach einer neuen Familienstudie hat der Begriff «Rabenmutter» inzwischen ausgedient. Auch in Deutschland müssten berufstätige Mütter inzwischen nicht mehr mit sozialer Ächtung rechnen, wenn sie ihr kleines Kind außerhalb der eigenen Familie betreuen lassen. In der Umfrage des Demoskopie-Instituts Allensbach lehnten 88 Prozent der befragten Frauen und Männer den Begriff «Rabenmutter» ab. Dagegen findet jeder Dritte, dass Männer, die sich aus der Erziehung heraushalten, die Bezeichnung «Rabenvater» durchaus verdient haben. Befragt wurden 1810 Frauen und Männer über 16 Jahren.

    Im europaweiten Vergleich liegt Deutschland mit seiner «Kinder- Durchschnittsrate» von 1,33 klar zurück. Zum Vergleich: In den anderen großen EU-Ländern Frankreich und Großbritannien liegt der Wert bei 1,94 beziehungsweise 1,78. Der Wert ist allerdings nur eine statistische Schätzung. Er gibt an, wie viele Kinder eine Frau bekommen würde, wenn ihr Geburtenverhalten so wäre wie das aller Frauen zwischen 15 und 49 Jahren im jeweils betrachteten Jahr. Wie viele Kinder die Frauen tatsächlich zur Welt bringen, steht jedoch erst fest, wenn sie in den Wechseljahren sind. (dpa)

     
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