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NPD zieht in Umfrage an Sachsen-SPD vorbei

06. Sep 2007 16:53
NPD-Anhänger
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Die Umfrage ist ernüchternd: In Sachsen hat die NPD die SPD in der Wählergunst überrundet. Das bringt auch die regierende CDU in die Bredouille.

Trotz der personellen Querelen der NPD im Landtag von Sachsen bleibt die Wählerbasis der Rechtsextremen dort stabil. In einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Forsa für den Sender n-tv lag die NPD mit neun Prozent sogar noch vor der SPD, die mit acht Prozent ein neues Tief erreichte.

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Andere Umfragen sahen die NPD zuletzt bei 7 Prozent. Laut Forsa wäre die CDU derzeit bei einer Landtagswahl mit 39 Prozent die stärkste Kraft. Allerdings hätte sie im Vergleich zur letzten Befragung vor der Bankenkrise zwei Prozentpunkte verloren. In anderen Studien befindet sich die Union momentan bei 37 und 38 Prozent.

Aber weder mit der SPD noch mit der FDP (sieben Prozent) wäre in Sachsen eine Zweier-Koalition möglich. Die Grünen lagen bei fünf Prozent. Die Linken blieben erneut stark und verbuchten 27 Prozent.

Bei einer Bundestagswahl würden immerhin noch fünf Prozent der Sachsen ihre Stimme der NPD geben. Die Rechtsextremen zogen 2004 mit 9,2 Prozent und zwölf Abgeordneten in den Landtag ein. Inzwischen verließen drei Parlamentarier die Fraktion, ein weiterer wurde ausgeschlossen. Zudem kamen zwei Nachrücker nach einem Todesfall und einem weiteren Rücktritt zum Zug.

Dessen ungeachtet, rief Bundeskanzlerin Angela Merkel dazu auf, entschiedener gegen Rechtsextremismus und Gewalt vorzugehen. In einer starken Zivilgesellschaft komme es auf das Zusammenwirken an, sagte die CDU-Vorsitzende anlässlich der Verleihung des Carl-Bertelsmann-Preises am Donnerstag in Gütersloh. Vor allem das Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl von Jugendlichen müsse gesteigert werden. «Deutschland braucht starke Kinder und Jugendliche. Wer sich erst nach ein paar Flaschen Bier und mit Baseballschläger stark fühlt, offenbart starke charakterliche Schwächen», betonte sie. (dpa/AP)

 
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