netzeitung.deTerrorfestnahmen in Deutschland

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In Deutschland wurden wiederholt Terrorverdächtige festgenommen. Einige der Männer sind bereits verurteilt oder stehen noch vor Gericht, bei anderen bestätigte sich der Verdacht nicht.

4. September 2007: Beamte des Bundeskriminalamts nehmen ein Trio von Verdächtigen in einem Ferienhaus im Sauerland fest. Fritz G., Daniel S. und Adem Y. sollen der international operierenden «Islamischen Dschihad Union» angehören und Anschläge auf US-Einrichtungen in Deutschland geplant haben. Zum Mischen von Sprengstoff hatten sich die beiden zum Islam konvertierten Deutschen und der Türke zwölf Fässer mit Wasserstoffperoxid beschafft.

20. November 2006: Generalbundesanwältin Monika Harms leitet ein Ermittlungsverfahren gegen sechs Beschuldigte wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung ein. Die Männer mit Zugang zum Sicherheitsbereich des Frankfurter Flughafens sollen einen Verdächtigen überredet haben, eine Tasche mit Sprengstoff in ein israelisches Flugzeug zu schmuggeln. Sie wurden festgenommen, kamen aber einen Tag später wieder frei - bis auf einen Mann, der wegen einer anderen Tat hinter Gittern sitzt. Harms wies Vorwürfe zurück, die Bundesanwaltschaft habe den Fall aufgebauscht.

10. Oktober 2006: In Georgsmarienhütte (Niedersachsen) wird ein mutmaßlicher Al-Qaeda-Helfer verhaftet. Er soll Terror- Botschaften Osama bin Ladens im Internet verbreitet haben. Vom 26. September an muss sich der 36-Jährige vor Gericht verantworten.

6. Juli 2006: Die Bundesanwaltschaft lässt in Hamburg einen mutmaßlichen Al-Qaeda-Helfer festnehmen. Der Mann marokkanischer Herkunft soll Selbstmord-Attentäter für den Irak rekrutiert haben und Kontaktmann für Said Bahaji gewesen sein, einen der mutmaßlichen Hamburger Planer der Anschläge vom 11. September 2001. Seit dem 25. Juli steht er vor dem Oberlandesgericht Schleswig.

25. August 2005: In Hamburg löst die Aussage eines Ägypters eine Großfahndung mit mehr als 1000 Beamten aus. Der Zeuge will gehört haben, wie drei Männer in arabischer Sprache sagten: «Wir werden morgen als Held vor Allah stehen.» Ein Tschetschene wird festgenommen, zwei stellen sich freiwillig. Die Männer werden am nächsten Tag auf freien Fuß gesetzt, nachdem sich keine Hinweise auf geplante Anschläge ergeben haben.

14. Juni 2005: Bei einer Razzia werden in Nürnberg, München und im badischen Bühl drei mutmaßliche Helfer der irakischen Terrorgruppe Ansar al-Islam festgenommen. Die Iraker im Alter zwischen 33 und 43 Jahren sollen die Gruppe mit Geld unterstützt haben. Die Männer werden zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt.

23. Januar 2005: In Mainz und Bonn werden zwei mutmaßliche Al-Qaeda-Mitglieder festgenommen. Ein 29-jährige Iraker mit Kontakten zu Al-Qaeda-Chef Osama bin Laden sollte laut Anklage in Deutschland «Märtyrer» für den Irak rekrutieren und Geld beschaffen. Ein 31 Jahre alter staatenloser Palästinenser sei von ihm für ein geplantes Selbstmordattentat im Irak gewonnen worden. Zusammen mit einem später gefassten dritten Verdächtigen stehen sie seit Mai 2006 in Düsseldorf vor Gericht. (dpa)