Höflich im Umgang: Milbradts «Erfüllungsgehilfe»
An der Spitze des Finanzministeriums, das einst auch Ministerpräsident Georg Milbradt (CDU) geführt hatte, stand Metz seit fünf Jahren. Von Beruf ist der gebürtige Mecklenburger mit dem Habitus eines Kapitäns Wasserbaufacharbeiter. Von 1965 bis 1970 studierte er in Dresden Wasserwesen. Ein Forschungsstudium mit Promotion schloss sich an. 1968 trat er in die CDU ein. Seine eigentliche politische Karriere begann - wie die der meisten aktiven Politiker Ostdeutschlands - mit der politischen Wende in der DDR. Seit Anfang 1990 gehört er dem Dresdner Landtag an.
Dabei setzte Metz selbst gern auf den Beistand von Helfern, wie bei seinen öffentlichen Auftritten sichtbar wurde: Gern delegierte er Fragen an die Experten seines Hauses weiter. Gute Nachrichten von steigenden Steuereinnahmen und sinkender Verschuldung verkündete er aber lieber selbst.
Als Metz dann die Nachricht vom Notverkauf der Landesbank nach Baden-Württemberg verkündete, war ihm die Nervosität körperlich anzumerken. In unnatürlicher Betonung versuchte er, das Dilemma als Erfolg zu verkaufen. Die Frage nach persönlicher Schuld wies er zurück. «Warum sollte ich das», antwortete Metz auf die Nachfrage, ob er persönliche Konsequenzen ziehe. «Ich bin krisenfest.» Doch innerhalb knapp einer Woche hat sich der Spruch überholt. (Jörg Schurig, dpa)

