Vor seiner Zeit als Minister war Metz Vize-Fraktionschef der CDU und finanzpolitischer Sprecher. Vertraute und Mitarbeiter bezeichnen ihn als «solide», wenn sie ihn charakterisieren sollen, und als «Kavalier alter Schule». Auch die Opposition lobte lange seine Höflichkeit im Umgang. Zugleich wurde er aber auch als Milbradts «Erfüllungsgehilfe» wahrgenommen. Dabei setzte Metz selbst gern auf den Beistand von Helfern, wie bei seinen öffentlichen Auftritten sichtbar wurde: Gern delegierte er Fragen an die Experten seines Hauses weiter. Gute Nachrichten von steigenden Steuereinnahmen und sinkender Verschuldung verkündete er aber lieber selbst.
Als Metz dann die Nachricht vom Notverkauf der Landesbank nach Baden-Württemberg verkündete, war ihm die Nervosität körperlich anzumerken. In unnatürlicher Betonung versuchte er, das Dilemma als Erfolg zu verkaufen. Die Frage nach persönlicher Schuld wies er zurück. «Warum sollte ich das», antwortete Metz auf die Nachfrage, ob er persönliche Konsequenzen ziehe. «Ich bin krisenfest.» Doch innerhalb knapp einer Woche hat sich der Spruch überholt. (Jörg Schurig, dpa)