25.08.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Ist das Bundeskanzleramt ins Visier chinesischer Computer-Spione geraten?
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Auch die Bundesregierung hat ein «ständiges Problem» mit Trojanerangriffen. Dahinter stecken nach Medienberichten auch Attacken der chinesischen Armee.
Zahlreiche Computer der Bundesregierung sind angeblich mit Spionageprogrammen aus China infiziert. Das sei das Ergebnis einer Überprüfung durch den Verfassungsschutz und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, berichtete der «Spiegel». Neben dem Kanzleramt seien auch das Wirtschaftsministerium, das Forschungsministerium und das Auswärtige Amt betroffen.
Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums sagte, in den Ministerien seien Vorkehrungen getroffen, so genannte Trojaner abzuwehren. Bisher habe es keine Schäden gegeben. Direkt bestätigen wollte er die berichtete Attacke nicht. «Angriffe mit Trojanern sind ein ständiges Problem», sagte er lediglich.
Steckt Chinas Armee dahinter?Die Trojanerprogramme, die das unbemerkte Ausspähen der Computer ermöglichen sollen, seien bereits vor mehreren Monaten entdeckt worden, heißt es im «Spiegel». Der Versuch, weitere solcher Programme über das Internet in Regierungscomputer einzuschleusen, dauere allerdings unverändert an. Der Verfassungsschutz vermute Hacker der chinesischen Armee als Urheber.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) beginnt an diesem Sonntag eine einwöchige Reise nach China und Japan. Regierungssprecher Ulrich Wilhelm sagte, bei dem Besuch werde auch über den Schutz des geistigen Eigentums gesprochen. (dpa)