Jung erzürnt mit Bombodrom-Plan eigene Partei
24.08.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Harald Ringstorff (SPD) bedauerte das Festhalten der Bundesregierung am Bombodrom: «Eine Wiederinbetriebnahme des Luft-Boden-Schießplatzes würde den Tourismus und das Leben der Menschen in der Region erheblich beeinträchtigen.» Gemeinsam mit seinem Brandenburger Amtskollegen Matthias Platzeck (SPD) habe er Jung dringend gebeten, die Auseinandersetzung durch einen Verzicht auf das Bombodrom zu beenden. Platzeck zeigte sich ebenfalls enttäuscht: «Ich hätte mir einen anderen Weg gewünscht.»
Kritik an dem geplanten Berufungsverfahren kam auch aus der brandenburgischen CDU sowie vom märkischen Unions-Generalsekretär Rolf Hilke. «Die Berufung schafft nur weitere Jahre der Ungewissheit», sagte Hilke in Potsdam. Er appelliere deshalb an das Ministerium, die Entscheidung noch einmal zu prüfen. Auch die Bundestagsabgeordnete Kirsten Tackmann (Die Linke) bedauerte den Entschluss. Sie forderte, die Bundeswehr müsse sofort auf die Nutzung der Kyritz-Ruppiner Heide verzichten. (dpa)

