22. Aug 2007 11:11, ergänzt 11:32
Das Kabinett hat beschlossen, den Libanon-Einsatz der Bundeswehr um ein Jahr zu verlängern. Die maximale Truppenstärke will es aber deutlich reduzieren. Zustimmen muss noch der Bundestag.
Die Zahl der Soldaten soll aber von 2400 auf 1400 als Obergrenze verringert werden. Derzeit sind 960 deutsche Soldaten auf acht Kriegsschiffen im Einsatz: zwei Fregatten, zwei Schnellboote, zwei Minenjagdboote, ein Tender und ein Einsatzgruppenversorger. Die deutschen Soldaten sind beauftragt, vor der libanesischen Küste Waffenschmuggel für die radikalislamische Hisbollah zu unterbinden. Bislang wurden 8500 verdächtige Schiffe per Funk überprüft, die danach weiterfahren konnten. 35 Schiffe wurden von den libanesischen Behörden im Hafen untersucht. Dass Waffen gefunden wurden, ist bisher nicht bekannt geworden. Anzeichen für Waffenschmuggel blieben selten.
Der Bundestag wird Mitte September über das so genannte Unifil- Mandat abstimmen. Erstmals war der Einsatz vor einem Jahr beschlossen worden. Es ist der erste bewaffnete Nahost-Einsatz in der Geschichte der Bundeswehr. Bis Ende Februar soll die deutsche Marine die Führung des Flottenverbandes behalten und dann an eine andere Nation abgeben. Ursprünglich sollte der Kommandowechsel schon früher kommen. Man war sich jedoch nicht darüber einig, welches Land Deutschland ablösen soll. (dpa)