SPD-Wehrpflicht-Idee überzeugt Unionsanhänger
21.08.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Der Bundeswehrverband wies das SPD-Konzept dagegen als unausgegoren zurück. Die SPD solle konkret sagen, mit welchen Vergünstigungen sie freiwillig dienende Soldaten belohnen wolle, sagte Vorstandsmitglied Andreas Ahammer der «Neuen Osnabrücker Zeitung». Auch müsse deutlich gesagt werden, mit welchem Sold freiwillig dienende Soldaten rechnen könnten: «Mit der gegenwärtigen Besoldung ist kein junger Mann zu locken», sagte Ahammer.
Er halte es außerdem für verfassungsrechtlich bedenklich, dass die Zwangsverpflichtung dann wieder greifen solle, wenn sich nicht 60.000 Soldaten freiwillig meldeten. «Mit Wehrgerechtigkeit hat das nichts zu tun», sagte der Verbandsvertreter.
Der Koalitionspartner CDU hatte dem SPD-Konzept zuvor eine klare Absage erteilt. So kritisierte Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung das Modell am Montag als «Widerspruch in sich». (dpa/AP)

