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SPD-Wehrpflicht-Idee überzeugt Unionsanhänger

21. Aug 2007 17:43
Vereidigung von Rekruten Bundeswehr
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Für den Bundeswehrverband ist das SPD-Wehrdienstkonzept unausgegoren. Die meisten Deutschen hingegen können dem Vorstoß zu einer «freiwilligen Wehrpflicht» einiges abgewinnen.

Eine große Mehrheit der Deutschen unterstützt den SPD-Vorstoß zu einer «freiwilligen Wehrpflicht». Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid für den Nachrichtensender N24 unter etwa 1000 Befragten hervor.

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73 Prozent stimmten demnach der Idee zu, dass Männer ihren Wehrdienst möglichst nur noch freiwillig antreten sollen. 23 Prozent waren dagegen. Der Vorschlag stieß auch bei Unionsanhängern auf Unterstützung. Bei den CDU/CSU-Wählern hielten 55 Prozent die Idee für gut, 39 Prozent lehnten sie ab, hieß es.

Der Bundeswehrverband wies das SPD-Konzept dagegen als unausgegoren zurück. Die SPD solle konkret sagen, mit welchen Vergünstigungen sie freiwillig dienende Soldaten belohnen wolle, sagte Vorstandsmitglied Andreas Ahammer der «Neuen Osnabrücker Zeitung». Auch müsse deutlich gesagt werden, mit welchem Sold freiwillig dienende Soldaten rechnen könnten: «Mit der gegenwärtigen Besoldung ist kein junger Mann zu locken», sagte Ahammer.

Er halte es außerdem für verfassungsrechtlich bedenklich, dass die Zwangsverpflichtung dann wieder greifen solle, wenn sich nicht 60.000 Soldaten freiwillig meldeten. «Mit Wehrgerechtigkeit hat das nichts zu tun», sagte der Verbandsvertreter.

Der Koalitionspartner CDU hatte dem SPD-Konzept zuvor eine klare Absage erteilt. So kritisierte Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung das Modell am Montag als «Widerspruch in sich». (dpa/AP)

 
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