21. Aug 2007 17:28
Dutzende Ermittlungsverfahren gegen italienische Tätergruppen gab es in den vergangenen Jahren. Die Politik warnt, das Problem über dem Anti-Terror-Kampf zu vergessen.
Nach den Mafia-Morden in Duisburg distanzierten sich rund 20 Besitzer italienischer Restaurants von der organisierten Kriminalität. Auf Initiative der «Union der Italiener in der Welt» (UIM), die sich für die Interessen der rund 600.000 in Deutschland lebenden Italiener einsetzt, sollen die teilnehmenden Wirte einen Anti-Mafia-Aufkleber in ihrem Restaurant anbringen, um sich gegen die Organisation zu positionieren. Zudem verpflichten sich bei der Kampagne italienische Geschäftsleute und Gastronomen per Unterschrift, jeden Versuch einer Schutzgelderpressung sofort den zuständigen Behörden zu melden und niemanden zu beschäftigen, der Kontakt mit der Mafia hat. Mit der Image-Kampagne wollen die Restaurant-Besitzer vor allem gegen Vorurteile ankämpfen. Besitzer kleinerer Pizzerien in Berlin hatten in der Woche nach der Tat über Umsatzeinbußen von bis zu 30 Prozent geklagt. (nz/dpa/AP)