18. Aug 2007 14:01
80 Rechtsradikale und 700 Gegendemonstranten: In München marschierte die NPD schon am Vorabend des Todestages von Rudolf Heß auf.
Gegen die Veranstaltung demonstrierten etwa 700 Demonstranten, darunter bis zu 200 aus dem linken Spektrum. Ein Polizist wurde leicht verletzt, als ihn eine aus der Gegendemonstration geworfene Flasche am Kopf traf. Unter den vier festgenommenen Rechten sei einer der Redner gewesen, der den Hitler-Stellvertreter Rudolf Heß gewürdigt habe, erklärte der Polizeisprecher. Damit habe er gegen die Auflagen verstoßen.Rudolf Heß hatte sich am 17. August 1987 im Kriegsverbrechergefängnis Berlin-Spandau erhängt und war im fränkischen Wunsiedel beerdigt worden. Dort sollte am Samstag ein Tag der Demokratie stattfinden, zu dem auch Bundesverbraucherminister Horst Seehofer (CSU) erwartet wurde. Eine Kundgebung der NPD in Wunsiedel war verboten worden. Sie findet nun in Gräfenberg statt. (AP/nz)