Der agrarpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Hans-Michael Goldmann, sagte, die Forderung nach höheren Milchpreisen sei berechtigt. Dies werde aber nicht mit der Milchquote erreicht: «Die Milchquote ist die Ursache für die Misere der Bauern», sagte Goldmann. Die Regulierung müsse 2015 wegfallen. Nur mit offenen Märkten könne die deutsche Landwirtschaft die Chancen am Weltmarkt nutzen.Der FDP-Politiker warf der Bundesregierung und Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer (CSU) ein fehlendes schlüssiges Konzept zum Ausstieg aus der Quote vor. «Horst Seehofers Ambitionen auf den CSU-Vorsitz und die CSU stehen dem überfälligen Ausstieg aus der Milchquote entgegen», erklärte Goldmann. «Denn der Bundesagrarminister fürchtet den Zorn der bayerischen Bauern.» Die Regierung müsse aber konsequent marktwirtschaftliche Wege in der Agrar- und Verbraucherpolitik gehen. Die Milchquote habe weder Höfesterben verhindern können noch auskömmliche Milchpreise gesichert.
Nach Angaben des Deutschen Bauernverbands (DBV) haben die Molkereien ihre Milchpreise um vier bis acht Cent pro Liter erhöht. Damit lägen die Milchpreise in der zweiten Jahreshälfte zwischen 33 und 36 Cent, teilweise bei mehr als 40 Cent. Vor einigen Monaten hatte der Milchpreis noch bei durchschnittlich 27 Cent gelegen. (AP/dpa)