01. Aug 2007 17:24
Das baden-württembergische Justizministerium erwägt den Abriss eines Teils der Justizvollzugsanstalt Stuttgart-Stammheim. Das Hochhaus, in dem RAF-Leute einsaßen muss wohl einem Neubau weichen.
Im siebten Stock des Hochsicherheitstraktes waren die RAF- Terroristen der ersten Generation inhaftiert. Das Hochhaus soll nun neuen Unterkünften und einem Sicherheitszaun weichen. Stammheim war im «Deutschen Herbst» der Inbegriff des Konfliktes zwischen Staat und Roter Armee Fraktion (RAF). Das an Felder und Wohnhäuser grenzende Gefängnis gilt auch als Sinnbild für das Ende der Baader-Meinhof- Gruppe nach den Selbstmorden der Terroristen in den Jahren 1976 und 1977.Zur Zeit sitzen in der Justizvollzugsanstalt im Stuttgarter Norden 856 Gefangene ein. Die Anstalt wurde von 1959 bis 1963 erbaut und ein Jahr später in Betrieb genommen. Stammheim galt damals als das sicherste Gefängnis in Deutschland. (dpa)