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Grüne sehen Bischof Mixa vom Teufel geritten

30. Jul 2007 14:54
Walter Mixa
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Wieder einmal sorgt der Augsburger Bischof Mixa für Aufregung. Grund sind Äußerungen des katholischen Würdenträgers zum geplanten Bau einer Groß-Moschee in Köln.

Die Grünen haben die Haltung des Augsburger Bischofs Walter Mixa zur Religionsfreiheit in Deutschland scharf kritisiert. «Wenn Bischof Mixa der Bundesrepublik empfiehlt, die Religionsfreiheit für Muslime einzuschränken, weil sie auch in islamischen Staaten eingeschränkt wird, dann zeigt sich einmal mehr, wie wenig der Augsburger Oberhirte vom Grundgesetz und vom modernen Rechtsstaat hält und wie sehr er noch im Mittelalter feststeckt», sagte Grünen-Chefin Claudia Roth am Montag in Berlin.

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«Welcher Teufel muss den Bischof eigentlich geritten haben, wenn er das Handeln von Theokratien und Willkürstaaten auch nur entfernt als Richtmaß für die Bundesrepublik ansehen kann?», fragte Roth und fügte hinzu: «Die Werte und Grundrechte unserer Verfassung dürfen nicht zu Geiseln von Feinden der Freiheit und der Demokratie werden, die erst dann gewährt werden, wenn es irgendwelchen Despoten irgendwo auf der Welt genehm ist.»

Mixa hatte im Zusammenhang mit den umstrittenen Bauplänen einer Groß-Moschee in Köln mehr Zurückhaltung bei der Genehmigung islamischer Gotteshäuser in Deutschland gefordert. Solange Christen in islamischen Ländern so gut wie keine Daseinsberechtigung hätten, reiche in einer christlich geprägten Kultur auch ein schlichter muslimischer Andachtsraum, zitierte die «Rheinischen Post» am vergangenen Freitag den katholischen Würdenträger. Bleibe mehr Entgegenkommen zu Gunsten der Religionsfreiheit und Menschenwürde der Christen aus, sollte man in Deutschland den Muslimen in aller Freundschaft antworten, so Mixa: «Dann muss es eben keine große Moschee sein mit hoch emporragenden, demonstrativ in Erscheinung tretenden Minaretten.»

Der geplante Bau einer Groß-Moschee erhitzt in Köln seit Monaten die Gemüter. Der türkische Religionsverband Ditib will auf seinem Gelände im Stadtteil Ehrenfeld ein neues Gebetshaus bauen. Doch vor allem die geplante Größe des Gotteshauses stößt auf Widerstand.

Grünen-Chefin Roth stellte klar, die Bundesrepublik werde sich «nicht in den Kampf der Kulturen und Religionen treiben lassen, von dem Mixa und seine ultrakonservativen Münchner Freunde träumen, die heute wieder unter dem Kreuzritterslogan von 1096 'Gott will es' antreten». Die Bundesrepublik müsse sich vielmehr fragen, ob ein Mann wie Mixa noch Militärbischof sein könne. (nz)

 
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