24. Jul 2007 12:32, ergänzt 17:45
CDU-Ministerpräsident Koch muss in Hessen um seine Wiederwahl bangen. Laut einer Umfrage hat seine Partei deutlich in der Wählergunst verloren.
Die CDU sackt laut Studie von 48,8 Prozent der Stimmen (Landtagswahl 2003) auf 40 Prozent ab. Sie bliebe damit immer noch vor der SPD (plus 3,9 Punkte auf 33 Prozent). Die Grünen würden 0,9 Punkte gewinnen und 11 Prozent holen, die FDP würde 0,9 Punkte einbüßen und auf 7 Prozent kommen. Ein christlich-liberales Bündnis hätte aber nur dann eine Mehrheit, wenn die Linke an der 5-Prozent- Hürde scheitert. Bei der Bundestagswahl 2005 hatte sie in Hessen 5,1 Prozent erzielt. Im Falle einer Direktwahl würden 43 Prozent der Hessen für Koch stimmen, seine SPD-Herausforderin Andrea Ypsilanti käme auf 32 Prozent. Anscheinend fehlt es Ypsilanti aber in den eigenen Reihen an Rückhalt: Jeder fünfte SPD-Wähler (21 Prozent) würde dem Ministerpräsidenten den Vorzug geben.
Die CDU wertete die Zahlen als Bestätigung ihres landespolitischen Kurses und der inneren Zerrissenheit der SPD. Die FDP warnte vor einem rot-rot-grünen Bündnis. SPD-Generalsekretär Norbert Schmitt sah Rot-Grün und Schwarz-Gelb «praktisch Kopf an Kopf, wenn man die üblichen Fehlertoleranzen solcher Umfragen» bedenke. Die Grünen sprachen von der Chance auf einen Regierungswechsel. (dpa)