14. Jul 2007 17:01
Die SPD bemüht sich, mit scharfen Angriffen auf ihren früheren Parteichef Lafontaine sich von dessen neuer Partei abzugrenzen. Dabei sind führende Sozialdemokraten nicht zimperlich in ihrer Wortwahl.
Beim Bundeswehreinsatz in Afghanistan ignoriere Lafontaine nicht nur die internationale Verantwortung Deutschlands, sondern er gehe unehrlich und zynisch vor. So schweige Lafontaine dazu, was ein Abzug der Bundeswehr für die Menschen in Afghanistan bedeuten würde. Doch sei für den Umgang der SPD mit der Linken Lafontaine nicht das eigentliche Problem. «Oskar Lafontaine ist nicht so wichtig, wie er sich nimmt», sagte Beck.Entscheidend sei, ob die Linkspartei bereit sei, eine realistische Politik zu machen, oder ob sie sich weiter der Irrealität verschreibe, sagte der SPD-Chef. «Wenn die Linkspartei Deutschland in die Isolation führen will und eine Politik betreibt, die die ökonomische und soziale Zukunft des Landes aufs Spiel setzt, dann sehe ich überhaupt keine Basis für eine Zusammenarbeit.»