Millionenkosten durch Militär in Heiligendamm
13.07.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Unterdessen wurde bekannt, dass das Amtsgericht Rostock einen militanten Gegner des G8-Gipfels zu acht Monaten Haft auf Bewährung verurteilt hat. Der Richter sah es als erwiesen an, dass der aus Holland angereiste Mann bei den gewalttätigen Auseinandersetzungen am Samstag vor dem G8-Gipfel in Rostock einen Stein gegen Polizisten geworfen hat. Das Gericht wertete es in seinem Urteil vom Donnerstag als strafmildernd, dass der 1974 in der Türkei geborene Mann nicht vermummt war und bis zu dem Steinwurf nicht mit Gewaltaktionen aufgefallen war.
Die Kosten der Bundeswehr beliefen sich im Rahmen der Amtshilfe für Mecklenburg-Vorpommern auf rund drei Millionen Euro. Gemäß einer Verwaltungsvereinbarung mit dem Land verzichte die Bundesregierung aber darauf, sich diese Summe erstatten zu lassen.
Die besonders teuren Flüge der Tornado-Jets werden demnach aus dem Jahresflugstundenprogramm der Luftwaffe beglichen. Diese Flüge wären anderenfalls als Übungsflüge durchgeführt worden, heißt es. An den Aufklärungsflügen sollen laut Verteidigungsministerium insgesamt 14 Flugzeuge beteiligt gewesen sein. (dpa)

