13. Jul 2007 12:37
Der türkischstämmige CDU-Politiker Bülent Arslan hat zwar Verständnis für die Kritik türkischer Verbände. Den Integrationsgipfel deshalb zu boykottieren, hält er für überzogen.
Aus Protest gegen das erst jüngst verabschiedete Zuwanderungsgesetz hatten die Türkische Gemeinde (TGD) und zwei weitere Gruppen das Treffen in Berlin boykottiert. Sie fühlen sich von der Reform des Zuwanderungsrechts diskriminiert. Der Integrationsgipfel war Donnerstag mit der Verabschiedung eines Nationalen Integrationsplans zu Ende gegangen.Arslan lobte das Treffen: In kollegialer Atmosphäre seien eine ganze Menge konkreter Maßnahmen besprochen worden. Dabei hob er besonders hervor, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) für den Herbst 2008 ein weiteres Treffen angekündigt hat. Damit habe sie sich und die anderen Akteure unter Druck gesetzt: «Dieses Verfahren finde ich richtig.»