11. Jul 2007 15:57
Rückschlag für den Anti-Terror-Kampf: Das Bundeskriminalamt hat über Monate hinweg versucht, Probanden per Kamera in der Menge der Passanten am Mainzer Hauptbahnhof zu identifizieren – ohne Erfolg.
An dem Feldversuch hatten 200 Menschen freiwillig teilgenommen - überwiegend Pendler, die den Bahnhof regelmäßig besuchen. Ihre zuvor fotografierten und vermessenen Gesichter verglichen die Gesichtserkennungs-Computer mit den Bildern der Kameras, die an einer Treppe und einer Rolltreppe im Eingangsbereich des Bahnhofs Bilder der täglich rund 23.000 Passanten aufnahmen.Am Mittwoch verkündete BKA-Präsident Jörg Ziercke die niederschmetternde Bilanz des weltweit ersten öffentlichen Versuchs dieser Art: Die Trefferrate heutiger biometrischer Systeme sei zu niedrig, um sie der Polizei als Fahndungsinstrument zu empfehlen. Selbst bei besten Lichtverhältnissen habe keines der drei erprobten Systeme mehr als 60 Prozent der Probanden erkannt, sagte Ziercke. Der Durchschnitt habe bei 30 Prozent gelegen.