07. Jul 2007 09:37
Der sendende Verräter fand sich im Vorfeld des G8-Gipfels von Heiligendamm am Fahrzeug eines Globalisierungsgegners. Nun soll er einem guten Zweck dienen – auch das BKA darf mitsteigern.
Für Stimmung im Saal sorgen soll ein «Luftgitarren-Contest», ab Mitternacht gibt es Karaoke unter dem Motto: «Singen gegen grün und blau» – die Farben der Länder- und Bundespolizeien. Den besten Programmpunkt setzten die Antifa-Linken gleich zu Beginn: Um 23 Uhr startet die Versteigerung eines Peilsenders, den das Bundeskriminalamt am Fahrzeug eines Verdächtigen Globalisierungsgegners hinterlassen haben soll. Der Erlös der Auktion soll Mitstreitern zugute kommen, die von «Polizeiübergriffen und Kriminalisierungsversuchen» betroffenen sind. Beim Feiern und Bieten will man möglichst unter sich sein: Polizisten hätten an dem Abend Hausverbot, heißt es in der Einladung.
Mittlerweile hat sich der Wirbel wieder beruhigt. Der Bund ermittelt derzeit, wer Bundeswehrpiloten den Befehl gab, in Tornado-Aufklärungsjets mehrmals ungeplant über die Köpfe der Gipfelgegner in Heiligendamm hinwegzufegen. Beschwerden von Demonstranten gegen rohe Behandlung durch die Polizei liegen in den Amtsstuben vor. Die Versteigerung soll Betroffenen mit zu ihrem Recht verhelfen. Gefragt sind solvente Bieter: Soll der Auktionserlös des Peilgerätes den Marktwert der elektronischen Teile übersteigen, wird der Sender kein Schnäppchen: Kenner veranschlagten den Wert der Teile auf 1000 Euro.