03. Jul 2007 21:04
Bei dem Feuer im AKW Krümmel sind mehr Schäden entstanden als zunächst angenommen. Die Landesregierung in Kiel räumte ein, dass auch das Reaktorgebäude betroffen war.
Demnach kam es durch «unplanmäßiges Öffnen von zwei Sicherheits- und Entlastungsventilen» und durch den «unplanmäßigen Ausfall einer von mehreren Reaktorspeisewasserpumpen» zu einem «schnellen Druck- und Füllstandsabfall im Reaktordruckbehälter». Der Betreiber Vattenfall hatte bisher erklärt, der Atomreaktor selbst sei von dem Brand nicht betroffen gewesen. Das Ministerium stellte zugleich klar: «Trotz dieser Auffälligkeiten war die Sicherheit der Anlage gewährleistet.»
Gutachter hätten bei einer Begehung des Brandortes schwere Brandschäden an dem betroffenen Transformator festgestellt, sagte Ministeriumssprecher Oliver Breuer. «Dem ersten Anschein nach kann der defekte Trafo nicht mehr repariert werden und muss ersetzt werden.»
Nach seinen Angaben untersuchten Fachleute inzwischen auch einen zweiten - vom Feuer nicht direkt betroffenen - Transformator auf dessen Zustand: «Es ist noch unklar, ob auch dieser Trafo möglicherweise beschädigt ist.» Das Ministerium habe daraufhin gefordert, dass auch dieser zweite Trafo intensiv überprüft wird.