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AKW Brunsbüttel geht wieder ans Netz

30. Jun 2007 18:43
Das Brunsbütteler Atomkraftwerk
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Das am Donnerstag notabgeschaltete Atomkraftwerk Brunsbüttel ist wieder angefahren worden und geht in der Nacht ans Netz. Experten räumten Sicherheitsbedenken aus.

Das am Donnerstag notabgeschaltete Atomkraftwerk Brunsbüttel ist am Samstag wieder angefahren worden und sollte in der Nacht zum Sonntag ans Netz gehen. Das teilte die Betreiberfirma Vattenfall mit.

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Dagegen bleibt das nach einem Brand abgeschaltete Atomkraftwerk Krümmel vorerst außer Betrieb, wie das schleswig-holsteinische Sozialministerium berichtete. Ministerin Gitta Trauernicht (SPD) äußerte sich besorgt über den Zustand der Stromnetze. «Es gab Probleme, die eigentlich nicht auftreten sollten. Die ausgefallenen Ampeln und stehen gebliebenen Bahnen in Hamburg belegen dies.» Sie habe deshalb einen Brief an Bundesumweltminister Sigmar Gabriel geschrieben und ihn aufgefordert, dieses Thema beim anstehenden Energiegipfel am kommenden Dienstag anzusprechen. «Außerdem erwarte ich vom Netzbetreiber E.ON eine Stellungnahme zu den aufgetretenen Problemen», teilte Trauernicht mit.

Keine Sicherheitsbedenken

Gegen das Wiederanfahren des Atomkraftwerks Brunsbüttel erhoben die Experten keine Sicherheitsbedenken. Gutachter vom TÜV Nord, des Germanischen Lloyds und Fachleuten des Sozialministeriums haben dies den Angaben zufolge überprüft. Auch aus rechtlichen Gründen spreche nichts mehr gegen das Wiederanfahren des Kernkraftwerks Brunsbüttel, sagte die Ministerin. Ursache der Schnellabschaltung des Reaktors Brunsbüttel war nach Angaben von Vattenfall eindeutig der Kurzschluss in einer E.ON-Schaltanlage außerhalb des Kraftwerks.

Laut Ministerium fanden dort Instandhaltungsarbeiten statt. Der Brand in einem der beiden Transformatoren auf dem Gelände des Kernkraftwerks Krümmel wurde nach Angaben Vattenfalls ebenfalls durch einen Kurzschluss ausgelöst. Er war auch am Samstag noch nicht vollständig gelöscht. Die Werksfeuerwehr werde noch bis Sonntag mit der Kühlung des Transformators und des Gebäudes beschäftigt sein, berichtete Vattenfall-Sprecher Ivo Banek. Eine Begehung und genauere Untersuchung des zerstörten Transformators sowie eine Überprüfung des weiteren Transformators der 380-Kilovolt-Netzanbindung ist für Montag geplant.

Kritik an Sprinkleranlage

Ein erster Gutachter von der Sachverständigenorganisation Germanischer Lloyd hatte im Auftrag der Atomaufsicht das Gebäude in einem speziellen Schutzanzug untersucht, wie Banek weiter mitteilte. Dieser Gutachter kritisierte laut NDR, dass die Sprinkleranlage unzureichend sei. Der Experte habe sehr viel Öl vorgefunden und bezweifle, dass der Brand in Krümmel im Zusammenhang mit einem zwei Stunden zuvor in Brunsbüttel entstandenen Kurzschluss und Schwelbrand stehe, meldete der NDR.

Ministeriumssprecher Oliver Breuer erklärte dazu, ein Zusammenhang zwischen beiden Notabschaltungen sei nach wie vor nicht ausgeschlossen. Er erscheine aber unwahrscheinlich, allein schon wegen der zeitlichen Verzögerung von über einer Stunde. Für (den morgigen) Sonntagnachmittag wurde unterdessen eine Protestdemonstration von Atomkraftgegnern vor dem Kernkraftwerk Krümmel angekündigt. (AP)

 
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