28. Jun 2007 13:20
Alles was in der Zentralmoschee gesprochen wird, muss in deutscher Sprache nachvollziehbar sein, verlangt der Kölner Oberbürgermeister. Zudem wünscht er sich das gesamte Modell etwas kleiner.
Im Streit um den geplanten Bau einer Moschee im Kölner Stadtbezirk Ehrenfeld hat sich der Kölner Oberbürgermeister Fritz Schramma für eine vertraglich festgelegte Sprachregelung ausgesprochen. Alles, was in der Moschee gesprochen und gelehrt werde, müsse in deutscher Sprache nachvollziehbar sein, forderte der CDU-Politiker in einem Gespräch mit dem «Kölner Stadt-Anzeiger». «Dinge wie diese möchte ich durch einen wie auch immer gearteten Vertrag regeln«, betonte Schramma. Er äußerte die Erwartung, dass sich die Türkisch Islamische Union der Anstalt für Religion in Deutschland (Ditib) an entsprechende Vereinbarungen aus Vorgesprächen halte.
Die türkisch-islamische Vereinigung will in der Domstadt am Rhein bis 2009 eine Zentralmoschee bauen, die Platz für 2000 Gläubige bietet. Der erste Spatenstich ist für den Herbst geplant. Schramma wünscht sich das «gesamte Modell ein wenig reduzierter, sofern das machbar ist». Auch darüber werde er mit der Ditib sprechen, sagte er weiter.Über das Projekt wird in der Öffentlichkeit seit Wochen heftig gestritten. Vor allem die Größe des Baus löst massiven Widerstand aus. Das Projekt soll nach einem Entwurf von Gottfried und Paul Böhm als Kuppelbau mit zwei Minaretten von 55 Metern Höhe entstehen.
In Köln leben derzeit etwa 120.000 Muslime. Die Ditib - mit Sitz in Köln - ist nach eigenen Angaben die größte Migrantenorganisation Deutschlands. (dpa/nz)