26.06.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Das Verschwinden großer Mengen hoch sensibler Daten bei der Bundeswehr sorgt für Aufregung im politischen Berlin. Im Zentrum der Debatte steht ein Miltäreinrichtung in Rheinland-Pfalz.
Das Zentrum für Nachrichtenwesen der Bundeswehr (ZNBw) leistet Aufklärungsarbeit und stellt intern Informationen bereit. Es ist nach Angaben des Streitkräfteunterstützungskommandos für Lageanalysen in anderen Staaten sowie auch für die militärische Sicherheitslage der Bundeswehr in Deutschland und in ihren Einsatzgebieten im Ausland zuständig.
Das ZNBw kooperiert mit dem Bundesnachrichtendienst (BND), dem Auswärtigen Amt und auch mit anderen Ressorts. Es unterstützt auch Planung, Vorbereitung und Durchführung von Einsätzen der Bundeswehr. Die im Zentrum gesammelten und ausgewerteten Informationen sollen der Politik und militärischen Führung sowie den Streitkräften zur Verfügung stehen.
Dienststelle des Verteidigungsministeriums Das Zentrum ist eine Dienststelle des Verteidigungsministeriums und steht unter dessen Aufsicht. Es gehört zur Streitkräftebasis der Bundeswehr, deren Inspekteur es auch direkt führt. Das ZNBw hat etwa 650 Mitarbeiter (davon etwa 200 zivile) mit Hauptsitz in Grafschaft- Gelsdorf im Kreis Ahrweiler (Rheinland-Pfalz). Das Wappen des Amtes ziert eine schwarze Eule - symbolisch für Wachsamkeit.
Das ZNBw ging 2002 im Zuge der Streitkräftereform der Bundeswehr aus dem früheren Amt für Nachrichtenwesen der Bundeswehr (ANBw) hervor. Das ANBw war 1980 gegründet worden, um die Aufklärungsbereiche der Bundeswehr zu bündeln und Informationen unabhängiger von anderen Diensten auszuwerten. (dpa)