Marcos Eltern appellieren an die Türkei
Marco W. wurde wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs von Kindern festgenommen und sitzt seit mehr als zehn Wochen in einem Gefängnis in Antalya. Ihm drohen bis zu acht Jahre Haft. «Marco fühlt sich völlig unschuldig und weiß nicht, wie ihm geschieht», erklärte der Anwalt.
Der Junge war zusammen mit seinen Eltern im Osterurlaub in der Türkei, wo er sich in die 13-jährige Engländerin Charlotte M. verliebte und mit ihr Zärtlichkeiten austauschte. Dies sei in beiderseitigem Einverständnis geschehen, versicherten beide. Das Mädchen soll sich dem Jungen aber als 15-Jährige ausgegeben haben. Die Mutter des Mädchens hatte Anzeige erstattet.
Die Eltern von Marco W. dankten allen, die sich an der Spendenaktion für den Jungen beteiligten. In den vergangenen Wochen seien sie abwechselnd in die Türkei gereist, um sich für die Freilassung ihres Sohnes einzusetzen. Jeder Flug und jeder Tag, den die Eltern nicht arbeiten könnten, koste viel Geld, hieß es auf der Pressekonferenz. Die Spendenaktion sei für die Familie deshalb sehr bedeutsam. (AP)

