21. Jun 2007 13:04
Mehrfach habe man angefragt, um schließlich keine Antwort von der US-Bundespolizei zu erhalten, schilderte ein BKA-Mann im Bundestag. Es ging um den verschleppten Deutsch-Türken Kurnaz.
Von Januar bis Ende März 2002 habe das BKA drei Mal Auskünfte anmahnen müssen. «Das war ärgerlich.» Hetzel war damals beim BKA in der «Besonderen Aufbauorganisation USA» (BAO-USA) tätig, in der auch FBI-Verbindungsbeamte eingebunden waren.Das BKA hatte das FBI am 18. Januar 2002 um die Bestätigung von Hinweisen gebeten, dass eine Person mit Namen Kurnaz festgesetzt worden sei und, wenn ja, warum. In dem Schreiben verwies das BKA darauf, dass gegen den in Bremen geborenen Türken ein Verfahren wegen Verdachts auf Bildung einer kriminellen Vereinigung laufe.
Kurnaz war Ende 2001 unter Terrorverdacht in Pakistan festgenommen, dann nach Kandahar in Südafghanistan gebracht und Mitte Februar 2002 ins US-Gefangenenlager Guantánamo überstellt worden. Erst im Sommer 2006 kam er frei, ohne dass ihm ein konkretes Vergehen nachgewiesen werden konnte.