20. Jun 2007 15:37
Der Kölner Kardinal Meisner hat den umstrittenen Moscheebau in der Stadt kritisiert. Er beklagte, dass sich dadurch das traditionelle Stadtbild Kölns verändern werde.
In der Millionenstadt Köln mit 120.000 Muslimen will die türkisch- islamische Vereinigung Ditib bis 2009 eine Moschee bauen, in der 2000 Gläubige Platz finden sollen. Der erste Spatenstich ist für den Herbst geplant. Laut einer Umfrage im Auftrag des «Kölner Stadt-Anzeigers» sind nur gut ein Drittel der Bürger uneingeschränkt für die Moschee. Meisner betonte, es sei Wachsamkeit geboten, dass die Terrains, die Muslimen zur Verfügung gestellt würden - Moscheen und auch andere Räume - «nicht Territorien werden, auf denen sich die Scharia in unseren Graden immer mehr entfaltet».
Wenn gemeinsame Veranstaltungen mit muslimischen Gemeinden im Kölner Dom auch völlig undenkbar seien, liege ihm «gute Nachbarschaft von Muslimen und Christen in Köln doch sehr am Herzen. Zur Bedingung dafür sagte Meisner: «Da müssen wir wirklich darum bitten und darauf bestehen, dass die Muslime (...) unserer Verfassungswirklichkeit entsprechend ihr Leben gestalten», sagte der Kardinal. (dpa)