G8-Gegner bleiben auf Camp-Kosten sitzen16. Jun 2007 12:54  |  Gipfelgegner in Heiligendamm
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Groben Schätzungen zufolge fahren die Organisatoren der G8-Gipfelproteste ein gewaltiges Minus ein. Zu viele Demonstranten haben zu wenig für das Essen bezahlt, Krawalle verhinderten das Sammeln von Spenden.
Nach dem G8-Gipfel in Heiligendamm sind die Organisatoren der Protestbewegung laut «Spiegel» auf einem Großteil der Kosten sitzen geblieben. Rund 70.000 Euro fehlten laut einer internen Aufstellung den Veranstaltern von Demonstrationen, Alternativ-Gipfel und Protestzeltlagern, berichtet das Magazin.
Ein Defizit von 15.000 Euro hätten allein die Camp-Küchen gemacht, in denen jeder sein Essen für einen freiwilligen Beitrag abholen konnte. Auch auf den Kosten für sanitäre Anlagen in den drei Zeltlagern drohten die Organisatoren sitzen zu bleiben. Ähnliches gelte für die Veranstalter der Demonstration am 2. Juni in Rostock.
«Wegen der Ausschreitungen auf der Demo konnten wir nicht wie geplant Spenden einsammeln», sagte Christoph Kleine von der Demo AG.
Die globalisierungskritischen Bewegungen würden deshalb jetzt nachträglich eine Spendenkampagne starten. Zudem sollen prominente Gipfelkritiker gezielt angesprochen werden.
Die im «Spiegel» genannten Zahlen seien allerdings «ganz, ganz grobe Schätzungen», sagte Kleine der Nachrichtenagentur dpa. Die Organisatoren wollten in der kommenden Woche über die Finanzlage beraten. (dpa)
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