SPD-Linke bereiten der Linkspartei den Weg
13.06.2007
Herausgeber: netzeitung.de
SPD-Vorstandsmitglied Ottmar Schreiner verwies im Sender N24 darauf, es sei auch lange umstritten gewesen, ob die SPD mit den Grünen koalieren könne. «Das muss diesmal ja nicht wieder zehn Jahre dauern.»
Bedeutung erlangen die Gedankenspiele der beiden auch dadurch, dass vor Tagen fünf Führungskräfte der niedersächsischen Jungsozialisten geschlossen in die Linkspartei eingetreten waren. Eine der Parteiwechsler ist Jannine Elaine Hamilton, die bis Juli 2006 als niedersächsische Juso-Landesvorsitzende fungierte. Die 28-Jährige begründete ihren Schritt mit «perspektivischen Fehlentwicklungen in der SPD». Die Partei sei inzwischen «ideologie- und utopielos» und habe mit ihrem Bremer Entwurf für ein neues Grundsatzprogramm endgültig mit dem Prinzip des demokratischen Sozialismus gebrochen.
Für 2009 schloss der Lauterbach eine rot-rote Koalition auf Bundesebene jedoch aus. «Schon der Gedanke daran ist selbstmörderisch. Die Konservativen würden uns im Wahlkampf vorführen.» Auf die Landtagswahlen in Hessen, Niedersachsen und Hamburg Anfang 2008 angesprochen, sagte Lauterbach aber: «Ich hielte es für falsch, kategorisch zu sagen, es werden keine Gespräche geführt. Auch im Westen sollten Koalitionen von Fall zu Fall geprüft werden.» (nz/dpa/AP)

