11. Jun 2007 08:28
Eine der Überläuferinnen ist Ex-Juso-Landeschefin Hamilton. Sie und ihre Gesinnungsgenossen eint der Frust über den Kurs der Sozialdemokratie.
Fünf hochrangige Nachwuchs-Führungskräfte der niedersächsischen SPD wollen geschlossen in die Linkspartei eintreten. Wie die «Neue Osnabrücker Zeitung» berichtet, wollen die jungen Funktionsträger aus Hannover am Montag gemeinsam ihre SPD-Parteibücher zurückgeben. Eine der fünf ist Jannine Elaine Hamilton, die bis Juli 2006 als niedersächsische Juso-Landesvorsitzende fungierte. Die 28-Jährige begründete ihren Schritt dem Bericht zufolge mit «perspektivischen Fehlentwicklungen in der SPD». Die Partei sei inzwischen «ideologie- und utopielos» und habe mit ihrem Bremer Entwurf für ein neues Grundsatzprogramm endgültig mit dem Prinzip des demokratischen Sozialismus gebrochen.
Am Samstag wollen sich die Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit (WASG) und die Linkspartei zur neuen Partei «Die Linke» vereinigen. «Wir sehen darin eine neue Chance für eine sozial gerechte Politik und möchten dabei von Anfang an mitarbeiten», wird Hamilton zitiert. (AP)