Beck warnte, der Neoliberalismus wolle elementare Spielregeln der sozialen Marktwirtschaft auflösen. «Geregelte Verhandlungen zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern werden durch die einseitig ausgeübte Vormachtstellung der Kapitalgeber ersetzt.» Am Ende stehe dann eine Gesellschaft, die selbst nach dem Prinzip der Börse funktioniere: Nicht Leistung entscheide, sondern der schnelle Gelegenheitsgewinn.Seiner Überzeugung nach ist aber Leistung ein «ganz und gar solidarisches und egalitäres Prinzip». Die SPD wolle deshalb ein umfassendes Modell der Mitarbeiterbeteiligung, schrieb er in der «FAZ». «Verantwortungsbewusstes Kapital in Arbeitnehmerhand ist unser Ziel.»
Nach Ansicht Becks müssen zudem «abgesicherte Auszeiten» für die Weiterbildung und für die Familie zum Normalfall werden. Ein Weg dahin könne die Weiterentwicklung der Arbeitslosenversicherung zu einer Beschäftigungsversicherung sein, die Übergänge im Berufsleben und die Weiterbildung der Beschäftigten zur Aufgabe des vorsorgenden Sozialstaats mache. (AP)