Bischof Huber wies den Vorwurf zurück, die evangelische Kirche setze Dialog und Mission gleich. Er bekräftigte die Forderung nach Religionsfreiheit in islamischen Ländern. Religionsfreiheit müsse für alle und an allen Orten gelten, «für Muslime in Deutschland wie für Christen in der Türkei». Die Freiheit zur Religion sei ebenso wichtig wie die Freiheit von der Religion, sagte der Bischof. Muslime müssten das Recht des Religionswechsels akzeptieren. Noch immer gebe es in Deutschland ehemalige Muslime, die sich wegen Sorge vor Repressalien nicht trauten, ihren Übertritt zum Christentum zu bekennen.
Kontrovers wurde auch über das evangelische Papier «Klarheit und gute Nachbarschaft» zum Verhältnis von Christen und Muslimen debattiert. Es hatte für erhebliche Verstimmung im christlich-islamischen Gespräch gesorgt. Der Text handle von der Abgrenzung und der eigenen Profilierung und verstärke die Islamophobie in Deutschland, kritisierte Köhler. In dieser Form könne die Handreichung von muslimischer Seite nicht akzeptiert werden. (epd)