08. Jun 2007 09:30
Mit Luftwirbeln haben Polizeihubschrauber einen Greenpeace-Heißluftballon zur Landung gezwungen. Protestaktionen gegen den G8-Gipfel verliefen über Nacht friedlich.
Aktivisten von Greenpeace sind bei dem Versuch gescheitert, in einem Heißluftballon in den weiträumig abgesperrten Luftraum über dem G8-Tagungsort Heiligendamm einzudringen. Kurze Zeit, nachdem das Fluggerät bei Rostock gestartet war, zwangen Polizeihubschrauber den Ballon bei Lichtenhagen zur Landung: Die Helikopter näherten sich und verursachten Luftwirbel, die das Fluggerät zu Boden drückten, sagte eine Sprecherin. Greenpeace wollte damit an die spektakuläre Aktion vom Vortag anschließen, als elf Schlauchboote der Organisation in die Sperrzone auf der Ostsee vor Heiligendamm vorgedrungen waren. Diesmal prangte ein Schriftzug auf dem weißen Ballon: «G8 – act now» («G8 – jetzt handelt») – der quer mit dem Wort «failed» (gescheitert«) überschrieben war. Greenpeace gehört zu den heftigsten Kritikern des am Donnerstag erzielten Kompromisses zum Klimaschutz.