06. Jun 2007 14:11
Gegner des G8-Gipfels dürfen nicht nahe des Schutzzauns um das Tagungsgelände in Heiligendamm demonstrieren. Das Bundesverfassungsgericht bestätigte ein bereits verhängtes Verbot.
Sie folgten damit den Bedenken der Polizei und bestätigten eine Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Greifswald. Das so genannte Sternmarsch-Bündnis kündigte an, keine weiteren Veranstaltungen anmelden zu wollen. «Wir sehen uns ab jetzt in keinerlei Verantwortung mehr für den Ablauf von Aktionen und Demonstrationen», sagte Sprecherin Susanne Spemberg.
Zuvor war es hunderten Globalisierungsgegnern gelungen, bis zum Sicherheitszaun um Heiligendamm vorzudringen. Dabei kam es vorübergehend zu Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei. Nach einzelnen Steinwürfen setzten die Sicherheitskräfte Wasserwerfer ein. Zwei Kontrollpunkte nach Heiligendamm wurden geschlossen.
Insgesamt befinden sich mehrere tausend Demonstranten auf dem Weg zum Sicherheitszaun. G8-Gegner sperrten auch die Strecke der Bäderbahn nach Heiligendamm, mit der Journalisten zum Tagungsort gebracht werden sollen. An mehreren Zufahrtsstraßen gibt es Sitzblockaden. Nach Angaben der Polizei blieb die Situation dort bislang friedlich. Ziel der Protest-Aktionen ist es, den Beginn des Treffens heute Abend zu verzögern. (nz/AP)