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Demonstranten begrüßen Bush mit Pfeifkonzert

05. Jun 2007 20:05, ergänzt 21:57
George Bush und Ehefrau Laura werden am Flughafen Rostock-Laage von Ministerpräsident Ringstorff begrüßt.
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US-Präsident Bush ist zum G8-Gipfel in Mecklenburg-Vorpommern gelandet - und 1000 Demonstranten empfingen ihn mit «Bush go home»-Sprechchören.

Rund 1000 Demonstranten haben vor dem Flughafen Rostock-Laage den amerikanischen Präsidenten George W. Bush mit Protestrufen und einem Pfeifkonzert empfangen. Während der Landung der Präsidentenmaschine «Air Force One» gegen 19.00 Uhr skandierte die Menge unter anderem «Bush go home» («Bush geh' nach Hause»).

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«Mr. Bush ist bei uns nicht willkommen», sagte ein Redner. Auf Transparenten warfen Demonstranten den G8-Staaten unter anderem Kriegstreiberei vor. Der US-Präsident wurde mit militärischen Ehren empfangen, abgeschirmt von den Demonstranten. Der Flughafen war weiträumig abgesperrt und wurde von einem massiven Aufgebot an Sicherheitskräften gesichert.

Die Polizei verstärkte ihre Präsenz auf den Zufahrtstraßen vor dem Flugplatz, um mögliche Störer in Schach halten zu können. Die Proteste verliefen bis zum frühen Abend friedlich. Die Polizei nahm aber 57 G8-Kritiker fest, die auf dem Weg zum Flughafen unterwegs waren. Diese waren nach Polizeiangaben teils vermummt in einem Bus und einem Kleintransporter unterwegs. Sie seien in Gewahrsam genommen worden, weil Ausschreitungen zu befürchten gewesen seien.

Das Bundesverfassungsgericht hatte zuvor strenge Auflagen für die Demonstration bestätigt. Demnach dürfen Globalisierungsgegner zwar am Ankunftsflughafen der Gäste für den G8-Gipfel demonstrieren. Die Proteste dürfen aber nur in der Nähe des Flughafens stattfinden.

Bush flog vom Flughafen Rostock-Laage mit einem Hubschrauber nach Heiligendamm weiter. Dort nimmt er ab Mittwoch am Gipfel der G8 teil. Das Treffen der acht wichtigsten Industrienationen dauert bis Freitag, Gastgeberin ist Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).

Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) lehnte Forderungen nach dem Einsatz von Gummigeschossen oder der Elitetruppe GSG 9 gegen Gewalttäter bei Demonstrationen am Rande des G8-Gipfels scharf ab. Es sei die falsche Zeit für mehr oder weniger fantasievolle, aber von Ahnungslosigkeit geprägte Vorschläge, sagte der CDU-Politiker beim Besuch von G8-Einsatzkräften in Waldeck nahe Rostock. Bei Straßenschlachten am Rande einer Demonstration gegen den G8-Gipfel waren am Samstag in Rostock rund 1000 Menschen verletzt worden. (dpa/AP/Reuters)

 
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