01.06.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Protest im Bombodrom
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Auf dem Weg nach Heiligendamm haben G8-kritische Demonstranten im Bombodrom Halt gemacht. Sie wollen auf dem umstrittenen Gelände übernachten.
Auf ihrem Weg zu Protestaktionen im Rahmen des G8-Gipfels in Heiligendamm haben mehrere hundert Demonstranten den als Bombodrom bekannten Truppenübungsplatz in der Wittstock-Ruppiner Heide besetzt. «Wir werden uns jetzt hier einrichten und übernachten, bevor wir am Samstagmorgen weiter fahren», sagte eine Sprecherin der Initiative «Now War - No G-8» am Freitag. Polizei und Bundeswehr ließen die Demonstranten zunächst gewähren.
Die nach eigenen Angaben etwa 450 Aktivisten betraten das 142 Quadratkilometer große Gelände am nördlichen Rand zwischen den Gemeinden Lutterow und Schweinrich nach einer Demonstration. Sie strichen einen ehemaligen Kommandoturm lila an und ließen sich nieder. Als «Clownsoldaten» verkleidete Demonstranten verteilten pinkfarbene Kegel als Symbole einer «Besiedlung» auf dem Gebiet.
«Auf dem Bombodrom soll genau das geübt werden, was Bundeswehr und Nato in den kommenden Jahren tun wollen, nämlich Bomben werfen», kritisierte die Sprecherin. Sie beklagte, dass die G8-Staaten ihre Interessen mit neokolonialen und militärischen Mitteln durchsetzen wollten. Einem Sprecher der Polizei zufolge lief die Protestaktion friedlich ab. Die Beamten würden zunächst nicht eingreifen, sagte er. «Die Demonstration lief sehr bunt und ruhig ab.» (AP)