Globalisierungsgegner kündigten Blockaden mehrerer Straßen rund um den G8-Gipfel an. Vom 6. Juni an werde es «Massenblockaden» auf den Zufahrtsstraßen zum Gipfel geben, erklärte die Kampagne Block G8. Die Blockaden seien «auf Dauer angelegt und werden mindestens am 7. Juni 2007 fortgesetzt». Auch am Flughafen Rostock-Laage seien Blockaden geplant.Die Organisatoren eines Sternmarsches, der den Plänen zufolge am 7. Juni bis zum Tagungshotel der G8-Delegierten führen soll, kündigten Beschwerde gegen eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts Schwerin an, mit der ein großräumiges Demonstrationsverbot der Polizei zwar weitgehend gekippt wurde. Nun gilt aber ein Versammlungsverbot von 200 Metern vor dem Sperrzaun um Heiligendamm.
In Hamburg kam es am Samstag zu einer ersten größeren Demonstration gegen die Politik der führenden Industrienationen. Rund 500 Menschen protestierten friedlich gegen die Bildungspolitik der G8-Staaten.
Die Bundespolizei wies darauf hin, dass es ab sofort auch innerhalb der Europäischen Union wieder Grenzkontrollen an den Land- und Seegrenzen sowie auf den Flughäfen geben werde, um die Anreise potenzieller Straf- und Gewalttäter zu verhindern. Die Bundespolizei wies auf die Verpflichtung hin, gültige Papiere bei einem Grenzübertritt mitzuführen. (AP)