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Heiner Geißler kämpft künftig für Attac

16. Mai 2007 16:21
Heiner Geißler will 'humane' Globalisierung
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Das Netzwerk Attac hat einen prominenten Neuzugang: Der ehemalige CDU-General-Sekretär Geißler macht sich für eine «humane Gestaltung» der Globalisierung stark.

Die Kritiker der Globalisierung bekommen prominente Unterstützung aus dem konservativen Lager. Drei Wochen vor dem G8-Gipfel in Heiligendamm erklärte der frühere CDU-Generalsekretär und Bundesminister Heiner Geißler seinen Beitritt zum Netzwerk Attac, wie die Organisation am Mittwoch in Frankfurt am Main mitteilte.

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  • Attac zitierte Geißler mit den Worten: «Ich trete bei Attac ein, weil ich das Recht auf gewaltfreie Demonstration, für das Attac eintritt, nachdrücklich unterstütze.» Auch inhaltlich unterstütze er die Anliegen des Netzwerkes: Attac trete für eine soziale und ökologische Globalisierung ein. «Und genau das, die humane Gestaltung der Globalisierung, ist aus meiner Sicht eine der wichtigsten Aufgaben unserer Zeit - wenn nicht sogar die wichtigste Aufgabe», sagte Geißler Attac zufolge.

    Geißler selbst war bis zum Nachmittag nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Seinen Aufnahmeantrag hatte Geißler während einer N24-Sendung von Attac-Sprecher Pedram Shahyar angenommen.

    Proteste beim G8-Gipfel

    Attac ruft bereits seit Monaten zu Protesten gegen den G8-Gipfel Anfang Juni in Heiligendamm auf. Gemeinsam mit Bündnispartnern organisiert das globalisierungskritische Netzwerk unter anderem die «Internationale Großdemonstration» am 2. Juni und einen Alternativgipfel vom 5. bis 7. Juni. Auch an den geplanten Massenblockaden der Zufahrtsstraßen nach Heiligendamm am 6. und 7. Juni beteiligen sich den Angaben zufolge zahlreiche Attac-Aktive als Einzelpersonen.

    Mut hat der 77 Jahre alte CDU-Querdenker Geißler schon öfter bewiesen. Der Buch-Autor ist passionierter Bergsteiger und Gleitschirmflieger. 1992 sorgte er für Schlagzeilen, als er abstürzte und sich einen Lendenwirbel brach.

    1965 wurde Geißler zum ersten Mal in den Deutschen Bundestag gewählt. Der früherer Richter war unter anderem von 1982 bis 1985 Bundesminister für Jugend, Familie und Gesundheit. Als Generalsekretär bestimmte er die Geschicke der CDU zwischen 1977 und 1989 maßgeblich mit und scheute auch vor offenen Konflikten nicht zurück. (AP)

     
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