Wie die «Bild-Zeitung» berichtet hatte, sollen die Akten des Verfassungsschutzes Hinweise darauf enthalten, dass hochrangige Juristen Anfang der 90er Jahre ein Leipziger Bordell besuchten, in dem minderjährige Mädchen zur Prostitution gezwungen wurden. Ein hochrangiger Polizeibeamter habe damals junge Frauen, die als Ausreißerinnen auf der Straße lebten, dem Bordell zugeführt.Das Entsetzen über die im Raum stehenden Vermutungen ist groß. Von den Verdächtigungen zu erfahren, war für den CDU-Landtagsabgeordneten Frank Kupfer «erschreckend. Ich dachte immer, dass es so etwas nur in miesen Krimis gibt, aber das gibt es auch in Sachsen». Kupfer hatte im Geheimdienst-Kontrollgremium des Landtages davon erfahren.
Wie Mackenroth schilderte, werden die Akten nun von der sächsischen Antikorruptionseinheit Ines bearbeitet. «Das finde ich eine richtige Entscheidung, da haben wir wenigstens die Struktur, die auf so etwas vorbereitet ist.» (nz/AP)