Razzia in Hamburg - und bei Attac füllt sich die Kasse
Foto: dpa
Nach den Razzien in linken Aktionsbüros ist die Empörung unter Gegnern des anstehenden G8-Gipfels groß. Das Anti-Globalisierungsnetzwerk zählt zu den Gewinnern.
Nach der Großrazzia in zahlreichen Büros linker Gruppierungen in sechs Bundesländern treten Sympathisanten verstärkt bei Attac ein. «In den vergangenen zwei Tagen haben wir 100 neue Mitglieder gewonnen - das sind so viele wie sonst in einem Monat», sagte Sven Giegold vom bundesweiten Koordinierungskreis der globalisierungskritischen Netzwerker.
Auch die Zahl der Spender und Interessenten habe sich deutlich erhöht. Zahlreiche Menschen hätten zudem den Aufruf zur internationalen Großdemonstration am 2. Juni in Rostock unterzeichnet. Das zeige, dass sich die Menschen nicht von der Polizeiaktion abschrecken oder entmutigen ließen, sondern sich jetzt erst recht den G8-Protesten anschlössen, betonte Giegold. Attac rechnet nach den Razzien zudem mit erhöhtem Zulauf bei den Protesten. Verstärkten dürfte sich dies noch dadurch, dass Innenminister Wolfgang Schäuble (CDU) zudem mit vorbeugendem Polizeigewahrsam für potenziell gewalttätige Gipfelgegner drohte. (nz)