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Erfahrungen mit Union für Kohl teils «sehr bitter»

10. Mai 2007 17:26
Helmut Kohl
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Altakanzler Kohl blickt selbstkritisch auf sein Wirken zurück. Sein Weg sei auch von Fehlern geprägt gewesen, sagte er in einem Interview.

Altbundeskanzler Helmut Kohl hat eine selbstkritische Bilanz seines politischen Lebens gezogen. In einem zur Ausstrahlung am kommenden Sonntag bestimmten Fernsehinterview des Südwestrundfunks (SWR) sagte er, er würde nicht alles wieder so machen, wie er es getan habe. Sein Weg sei auch von Fehlern geprägt.

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Alles in allem aber müsse er sagen: «Es hat sich gelohnt, es hat Freude gemacht, und das, was nicht Freude gemacht hat, muss man vergessen.» «Ich würde nicht sagen, dass ich alles wieder so mache, wie ich (es) gemacht habe, denn dieser Weg ist von Höhen und Tiefen geprägt, aber auch von Fehlern», wird Kohl zitiert. Ein Teil der Niederlagen habe «ihren Grund nicht in anderen, vielleicht auch, aber vor allem auch in meinen eigenen Schwächen, in meinen eigenen Fehlern.» Aber insgesamt würde er das nicht ändern wollen, fügte der Bundeskanzler mit der bisher längsten Amtszeit von 16 Jahren hinzu.

Weiter räumte Kohl Probleme in seiner Anfangszeit in Bonn ein. «Ich hab mich bitterschwer getan auch mit meiner Art, meiner direkten Art auch im Umgang mit Kollegen (...) auch in der Bundestagsfraktion - die waren das ja auch nicht gewöhnt - war alles sehr viel distanzierter», sagte er. Später sei es besser gelaufen, «aber der Anfang war schon sehr bitter», fuhr Kohl fort.

Überaus positiv äußerte sich der heute 77-Jährige über Rheinland-Pfalz. «Es ist mein Land, und dazu stehe ich», sagte Kohl. Dort hatte er sich schon in jungen Jahren politisch engagiert. «Ich wollte aber dann in den Landtag. Das hat mir Spaß gemacht, das war meine Vorstellung, was ich machen sollte», sagte er.

Der ehemalige Ministerpräsident Wilhelm Boden habe dann vor seinem Tode gesagt: «Wir wählen jetzt den Jüngsten.» Und dann sei er über Nacht plötzlich Fraktionsvorsitzender geworden. «Und in dem Moment, als ich Fraktionsvorsitzender wurde, bei der Situation in Rheinland-Pfalz, war auch jedermann klar, das ist, wann auch immer, der nächste Ministerpräsident», fügte der ehemalige Mainzer Regierungschef hinzu. «Und dann war ich sozusagen auf einem Fließband.»

Das Interview wird am Sonntag um 21:55 Uhr im SWR-Fernsehen ausgestrahlt. (AP)

 
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