In Hamburg hatten Polizisten am Morgen die Räume des linken Szene- Treffs «Rote Flora» im Schanzenviertel durchsucht. Am Abend trafen sich dort etwa 2000 Demonstranten zu einer zunächst friedlichen Kundgebung. Gegen 22 Uhr eskalierte die Situation. Es flogen Flaschen und andere Gegenstände auf Polizisten und Passanten. Die Polizei schritt mit einem Großaufgebot von 1000 Beamten und mit Wasserwerfern ein. Acht Demonstranten wurden wegen Landfriedensbruchs vorübergehend festgenommen. Gegen Mitternacht beruhigte sich die Lage.
Die Razzia der Sicherheitsbehörden kritisierten auch die Grünen- Vorsitzende Claudia Roth und die Jugendorganisation der SPD, Jusos. Die Linkspartei warf der Bundesregierung vor, billigend in Kauf zu nehmen, dass sie «ein Klima der Eskalation» befördere. Die globalisierungskritische Organisation attac sprach von dem «Versuch, das gesamte Spektrum der G8-Gegner zu kriminalisieren». (nz/AP/dpa)