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Protest und Festnahmen nach Razzia in Hamburg

10. Mai 2007 07:36, ergänzt 08:42
Straßenschlacht vor der 'Roten Flora'
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Die linksautonome Szene hat die Razzien in Treffs und Wohnungen von G8-Gegnern nicht untätig hingenommen. In vielen Städten gab es in der Nacht Proteste. In Hamburg eskalierte die Situation.

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In deutschen Städten sind am Mittwochabend tausende Menschen gegen eine Großrazzia von Polizei und Bundesanwaltschaft bei G8-Gegnern auf die Straße gegangen. Bei einer Kundgebung in Hamburg gab es Randale. Dabei erlitten vier Menschen Verletzungen. Die Polizei nahm acht Demonstranten fest.

Mehr in der Netzeitung:
In Berlin verlief eine Großdemonstration mit rund 3000 Teilnehmern dagegen weitgehend friedlich. Im Stadtteil Kreuzberg gingen tausende Demonstranten auf die Straße. Randale blieb aus. Es gab jedoch vier Festnahmen. Auch bei vielen kleineren Aktionen im ganzen Land blieb es ruhig.

Die Sicherheitsbehörden hatten am Morgen zahlreiche Treffs und Wohnungen militanter G8-Gegner in sechs Bundesländern im Norden Deutschlands durchsucht. Die Bundesanwaltschaft begründete dies mit Hinweisen darauf, dass sich eine terroristische Vereinigung gebildet hat, deren Ziel es sei, mit Brandanschlägen und anderen gewalttätigen Aktionen den Gipfel Anfang Juni im Osteseebad Heiligendamm zu stören oder zu verhindern. Diesen Verdacht konkretisierte der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Konrad Freiberg, Der Linksextremismus in Deutschland habe in den Wochen vor dem Gipfeltreffen «eine ganz neue Dimension» erreicht, sagte Freiberg der «Neuen Osnabrücker Zeitung». Gegen mehr als 20 Personen leiteten die Strafverfolger Ermittlungsverfahren ein.

In der Nacht der 'Roten Flora'
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Großaufgebot der Polizei

In Hamburg hatten Polizisten am Morgen die Räume des linken Szene- Treffs «Rote Flora» im Schanzenviertel durchsucht. Am Abend trafen sich dort etwa 2000 Demonstranten zu einer zunächst friedlichen Kundgebung. Gegen 22 Uhr eskalierte die Situation. Es flogen Flaschen und andere Gegenstände auf Polizisten und Passanten.

Die Polizei schritt mit einem Großaufgebot von 1000 Beamten und mit Wasserwerfern ein. Acht Demonstranten wurden wegen Landfriedensbruchs vorübergehend festgenommen. Gegen Mitternacht beruhigte sich die Lage.

Die Razzia der Sicherheitsbehörden kritisierten auch die Grünen- Vorsitzende Claudia Roth und die Jugendorganisation der SPD, Jusos. Die Linkspartei warf der Bundesregierung vor, billigend in Kauf zu nehmen, dass sie «ein Klima der Eskalation» befördere. Die globalisierungskritische Organisation attac sprach von dem «Versuch, das gesamte Spektrum der G8-Gegner zu kriminalisieren». (nz/AP/dpa)

 
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