08. Mai 2007 21:44
Internetauftritte von Terroristen soll künftig noch stärker überwacht werden. Zu diesem Zweck hat die Europäische Union ein spezielles Portal eingerichtet.
Kein Mitgliedstaat könne alle Web-Seiten allein überwachen. Die globale Verfügbarkeit des Internets stelle die Sicherheitsbehörden vor neue Herausforderungen.Bei der Beobachtung und Analyse des islamistischen Terrorismus im Internet laufen die Informationen den Angaben zufolge künftig bei Europol zusammen. Dadurch werde die Arbeit bei der Überwachung der Datenautobahn erleichtert. «Schon seit einiger Zeit beobachten wir, dass Terroristen auch die vielfältigen Möglichkeiten des Internets für ihre Zwecke missbrauchen», sagte Altmaier. Das Portal sei eine Antwort darauf.
Unter anderem sollen Kontaktdaten und Links islamistischer Web-Seiten ausgetauscht werden. Die deutsche EU-Ratspräsidentschaft strebt nach Angaben des Innenministeriums zudem an, die Kompetenzen von Europol auf alle Formen der grenzüberschreitenden schweren Kriminalität auszudehnen. Dadurch könnten Straftaten wie die Verbreitung von Kinderpornografie oder Aktivitäten von Hooligans noch effektiver verfolgt werden.
In Hamburg tagt noch bis zum Mittwoch der Verwaltungsrat von Europol. (AP)