Der Gesetzentwurf zum Deutschen Ethikrat war bereits im vergangenen Juli vom Bundeskabinett verabschiedet worden. Durch einen Änderungsantrag von Union und SPD hatte man die Zahl der Gremiums-Mitglieder kurzfristig von 24 auf 26 erhöht.Ende März einigte sich die große Koalition zudem auf einen zusätzlichen Ethikbeirat aus neun Parlamentariern, der künftig Anregungen, Wünsche und Aufträge aus dem Deutschen Bundestag entgegennehmen und an den Ethikrat weiterleiten soll.
Die Grünen- und Linksfraktion kritisieren den Beirat als nicht ausreichend. Grünen-Biotechnologiexperte Reinhard Loske verspottete den Ethikrat und den parlamentarischen Beirat als «Geheimrat mit Lesezirkel». Er kritisierte, dass der Beirat Stellungnahmen des künftigen Ethikrates entgegennehmen, aber sich selbst inhaltlich dazu nicht äußern dürfe. (epd)