NPD legt bei Wahl in Sachsen-Anhalt zu
Führende Landespolitiker äußerten sich enttäuscht über die geringe Wahlbeteiligung. «Offenbar ist es nicht gelungen, die Menschen von der Bedeutung der Kommunalpolitik zu überzeugen», sagte Ministerpräsident Wolfgang Böhmer (CDU). Der SPD-Vorsitzende Holger Hövelmann sagte: «Das ist kein schöner Tag für die Demokratie.» Linkspartei-Landtagsfraktionschef Wulf Gallert konstatierte: «Die Menschen wenden sich von der institutionalisierten Politik ab.»
Bei den Kommunalwahlen 2004 hatte die CDU 35,7 Prozent der Stimmen erreicht, danach kamen die Linkspartei mit 22,5 Prozent und die SPD mit 20,3 Prozent. Bezogen auf die Regionen, in denen am Sonntag gewählt wurde, ergab sich 2004 ein nur leicht verändertes Bild: CDU 37,2 Prozent, Linkspartei 21,3 Prozent, SPD 20,2 Prozent, FDP 8,6 Prozent, Grüne 2,8 Prozent. In diesen Landesteilen hatten vor drei Jahren 44,8 Prozent der Berechtigten ihre Stimme abgegeben. Die rechtsextreme NPD, die in den bisherigen Kreistagen drei Vertreter hat, legte bei den Wahlen am Sonntag zu und hat künftig 13 Kreistagssitze in Sachsen-Anhalt. (nz/dpa)

