Zuvor hatte der Rendsburger Bürgermeister, Andreas Breitner (SPD), Carrion eingeladen. Carrion könne sich davon überzeugen, dass Deutschland, Rendsburg und die Bundeswehr anders seien als er vermute. Zugleich hatte Breitner bedauert, dass es «leider immer wieder» solche Vorfälle gebe, «die nicht zu entschuldigen sind». Der deutsche Militärbischof Peter Krug warnte davor, «voreilig» die Vorfälle auf rassistische Tendenzen in der Bundeswehr zurückzuführen. Soldaten seien ein «Spiegel der Gesellschaft», sagte der Oldenburger Bischof in Lübeck. Es werde in der Bundeswehr darauf geachtet, dass sich solche Entwicklungen nicht ausbreiten. In Rendsburg war ein Video mit rassistischen Ausbildungsmethoden gedreht worden.
Militärgeneraldekan Peter Brandt (Bonn) empfahl, den lebenskundlichen Unterricht in der Ausbildung der Soldaten zu stärken. Dies sei auch von der Bundeswehr als Wunsch an die Militärseelsorge herangetragen worden. Im Zentrum stünden Grundbegriffe wie Menschenwürde, Freiheit und Gerechtigkeit. (nz/epd)